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Was bewegt Recruiting und HR im Vorfeld der Smart Recruiting Days 2026?
In unserem News-Bereich teilen wir aktuelle Insights, Studien und Impulse aus der HR-Community und von unseren Partnern – kompakt eingeordnet und praxisnah aufbereitet.

Recruiting im Mittelstand neu gedacht:

Warum Führung, Strategie und Daten jetzt zusammengehören

Der Arbeitsmarkt wird enger, die Anforderungen steigen – und gerade kleine und mittlere Unternehmen stehen im Recruiting unter besonderem Druck.

Der HR-Radar KMU 2025 zeigt klar: Die größten Hebel für erfolgreiches Recruiting liegen nicht in neuen Tools allein, sondern in Führung, Personalstrategie und der intelligenten Nutzung von Daten.

Was KMU längst erkannt haben – aber noch zu selten umsetzen

Auf die Frage, welche HR-Themen in den kommenden zwei Jahren erfolgskritisch sind, nennen HR-Verantwortliche und Geschäftsführende mit deutlichem Abstand:

  1. Personalstrategie und -planung
  2. Mitarbeitendenentwicklung
  3. Führung
  4. Change Management

Bemerkenswert: Genau diese Bereiche sind aktuell am schwächsten ausgeprägt. Recruiting findet in vielen KMU zwar operativ statt – strategisch bleibt es jedoch häufig reaktiv.

Recruiting braucht Führung – nicht nur Prozesse

Stellenanzeigen sind online, Bewerbungen kommen rein, Prozesse laufen. Doch Talente entscheiden sich heute nicht nur für Aufgaben, sondern für:

  1. Führungskultur,
  2. Entwicklungsperspektiven,
  3. Klarheit über Rollen und Zukunft.

Fehlen diese Faktoren, wird Recruiting zum Dauerthema – mit steigenden Kosten und sinkender Bindung. Der HR-Radar zeigt deutlich: Führung ist einer der größten, aber am wenigsten entwickelten Recruiting-Hebel.

Daten & KI: großes Potenzial, geringe Nutzung

Gleichzeitig offenbart die Studie eine zweite Lücke:

Mehr als die Hälfte der KMU nutzt KI und datenbasierte Ansätze in keinem HR-Bereich. Auch im Recruiting bleiben strukturierte Bedarfsanalysen, Kennzahlen und systematische Optimierungen oft ungenutzt.

Dabei geht es nicht um High-End-Technologie, sondern um grundlegende Fragen:

  1. Welche Rollen brauchen wir wirklich?
  2. Welche Kanäle funktionieren?
  3. Welche Kompetenzen fehlen uns morgen?

Ohne Daten bleibt Recruiting Bauchgefühl – und verliert an strategischer Wirkung.

Smart Recruiting heißt: alles zusammendenken

Der HR-Radar macht deutlich: Einzelmaßnahmen reichen nicht aus. Wirkung entsteht dort, wo Recruiting eingebettet ist in:

  1. eine klare Personalstrategie,
  2. wirksame Führung,
  3. integrierte HR-Systeme,
  4. pragmatische Nutzung digitaler und KI-gestützter Lösungen.

Genau hier setzen die Smart Recruiting Days an: als Plattform, auf der HR und Recruiting über operative Fragen hinausdenken – und konkrete Wege finden, auch mit begrenzten Ressourcen zukunftsfähig zu rekrutieren.

Die HR-Thesen 2026 des BPM:

Welche Themen die Personalarbeit jetzt prägen werden

  • Welche Themen bestimmen die Personalarbeit im kommenden Jahr?
  • Welche Rolle nimmt HR im Zusammenspiel der Unternehmensfunktionen ein?
  • Und welche langfristigen Entwicklungslinien zeichnen sich für die Evolution von HR ab?

Mit den HR-Thesen 2026 liefert der Bundesverband der Personalmanager*innen (BPM) auch in diesem Jahr wieder eine fundierte Standortbestimmung für das Personalwesen. Die Thesen geben Orientierung, ordnen aktuelle Entwicklungen ein und zeigen auf, welche Fragen HR jetzt stellen – und beantworten – sollte.

Der BPM, Partner der Smart Recruiting Days 2026, veröffentlicht diese HR-Thesen jährlich als Impuls für die gesamte HR-Community. Sie bündeln Perspektiven aus Praxis, Wissenschaft und Verband und machen deutlich, wo Personalarbeit heute steht – und wohin sie sich entwickeln muss.

Gerade in Zeiten von Fachkräftemangel, technologischer Transformation und wachsendem strategischem Anspruch an HR liefern die HR-Thesen einen wichtigen Rahmen:

Sie zeigen, welche Stimme HR im Konzert der Unternehmensfunktionen einnimmt, welche Verantwortung damit verbunden ist und welche Kompetenzen künftig entscheidend werden.

Die HR-Thesen 2026 sind auf der Website des BPM – Bundesverband der Personalmanager*innen verfügbar.

Upskilling, Reskilling & Deskilling

Was Recruiter jetzt wirklich verstehen müssen

Drei Begriffe, die aktuell überall auftauchen – aber selten sauber voneinander getrennt werden. Dabei entscheidet genau dieses Verständnis darüber, wie zukunftsfähig Recruiting wirklich ist.

Der HR-Report 2025 macht klar: Upskilling ist längst Standard, Reskilling wird zur strategischen Notwendigkeit – und Deskilling zur oft unterschätzten Realität in vielen Organisationen.

Recruiting ist heute nicht mehr nur für Neueinstellungen zuständig, sondern zunehmend auch für interne Mobilität, Talenttransformation und Workforce Planning.

  • Upskilling erweitert bestehende Kompetenzen – ideal für interne Karrierepfade
  • Reskilling ermöglicht den Wechsel in neue Rollen – entscheidend bei Strukturwandel
  • Deskilling erfordert sensibles Change- & Kommunikationsmanagement

Recruiter:innen werden damit zu Architekt:innen von Talentbewegungen – intern wie extern. Die größte Herausforderung dabei: Akzeptanz
Die Studie zeigt auch: Reskilling scheitert selten an fehlenden Formaten, sondern häufig an Ängsten, Überforderung und mangelnder Transparenz. Genau hier sind HR und Recruiting gemeinsam gefragt – als Übersetzer, Begleiter und Möglichmacher.

Smart Recruiting heißt: ganzheitlich denken! Die Smart Recruiting Days greifen genau diese Komplexität auf: Recruiting nicht isoliert, sondern als Teil einer umfassenden Talentstrategie. Nicht zufällig wird Prof. Dr. Jutta Rump, Mitautorin des HR-Reports und Direktorin des IBE, als Keynote-Speakerin 2026 zeigen, wie Unternehmen diese Transformation erfolgreich gestalten können.

State of HR

Warum Recruiting ohne emotionale Bindung nicht mehr funktioniert

Recruiting war lange eine Frage von Reichweite, Prozessen und Geschwindigkeit.
Doch die State-of-HR-Studie 2025 zeigt: Diese Logik greift zu kurz.

Denn während Unternehmen händeringend Talente suchen, fehlt es intern oft an genau dem, was langfristig bindet: emotionale Mitarbeiterbindung. Nur ein Drittel der HR-Beschäftigten in Deutschland erlebt aktuell ein Arbeitsumfeld, das Engagement und Veränderungsbereitschaft wirklich fördert.

Recruiting beginnt vor dem ersten Kontakt
Was nach einem internen HR-Problem klingt, ist in Wahrheit ein Recruiting-Thema mit massiver Außenwirkung. Denn:

  • geringe emotionale Bindung erhöht Fluktuation,
  • steigende Fluktuation erhöht Recruiting-Kosten,
  • schwache Bindung schwächt die Employer Brand.

Gleichzeitig zeigt die Studie: Unternehmen setzen ihren Fokus im Employee Lifecycle stark auf Personalgewinnung, während die Phase der emotionalen Bindung deutlich unterpriorisiert wird – obwohl sie der größte Retention-Hebel ist.

HR im Spannungsfeld: Gestalten wollen, aber nicht dürfen
Nur 17 % der Befragten erleben, dass der Beitrag von HR zum Unternehmenserfolg anerkannt wird. HR soll Transformation treiben, ist aber oft nicht strategisch eingebunden. Diese Diskrepanz wirkt sich direkt auf Recruiting und Talentbindung aus.

Smart Recruiting heißt: Bindung mitdenken!
Die Smart Recruiting Days setzen genau hier an: Recruiting nicht isoliert, sondern als Teil einer ganzheitlichen Employee Experience zu denken – von der Candidate Journey bis zur langfristigen Bindung.